Jedes Repair-Cafe organisiert sich eigenverantwortlich und unterschiedlich.
Grundsätzlich ist ein Repair-Cafe kein kostenloser Reparatur-Service. Es gibt immer Kosten, die anfallen, wie zB feste Raummiete oder Werkzeug oder Material, wie Öl, Kleber usw. Außerdem wollen wir den professionellen Reparatur-Unternehmen kein Wettbewerb sein. Ein kostenloser Reparatur-Service würde den Firmen, die davon leben, Aufträge wegnehmen, dadurch deren Arbeitsplätze gefährden, was wiederum wir alle bezahlen…
Das Repair-Cafe in Findorff lebt als Verein ausschließlich von Spenden, also von den Einnahmen der Reparaturen. Davon bezahlen wir vor allem Raummiete, Nebenkosten, Werkzeug. Diese drei Dinge sind uns wichtig:
- Kostendeckung
Auch ein Repair-Cafe hat laufende Kosten, wie z.B. die Raummiete, Nebenkosten (Strom, Wasser), Werbung, Webseiten, Flyer. Ein Repair-Cafe kann nur dauerhaft laufen, wenn diese Kosten gedeckt sind.
Damit wir kostendeckend arbeiten können, macht Dir der Helfer einen Vorschlag für die Höhe Deiner Spende. Üblich sind 30 Euro pro Stunde mit Helfer.
- Freiwilligkeit
Wir wollen niemanden zu einem Betrag zwingen, den er/sie sich nicht leisten kann. Ein Repair-Cafe bedient immer auch eine soziale Komponente. Jeder für jeden, viele für einen.
Wenn Du bereit bist, das zu geben, was Dir die Sache wert ist, vielleicht manchmal auch etwas mehr, dann ermöglichst Du uns dadurch, anderen auch einmal für weniger Geld zu helfen.
- Wertschätzung
Wir möchten an dieser Stelle auch noch an das Stichwort Wertschätzung erinnern. Ein in der Supermarktkette gekaufter billiger Rasenmäher soll im Repair-Cafe wiederum billig repariert werden??? Das ist nicht das, was wir uns unter Wertschätzung vorstellen. Wir wollten doch gerade die Kinderarbeit in der Welt abschaffen – aber wie soll das gehen, wenn Waren und Dienstleistungen immer nur über den Preis bewertet werden?
Vielen Dank für Deinen Wertschätzungsbeitrag!
PS: Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, ein eigenes Repair-Cafe zu eröffnen, das ist nicht sooo schwer; wir helfen sogar noch dabei! Jedoch spätestens bei der Unterschrift unter den Mietvertrag taucht die Frage auf, woher das Geld dafür kommt… 😉
